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Erbrecht und Vermögens-/Unternehmensnachfolge

Eine rechtzeitige und individuelle Vorsorgeplanung sowie das richtige Nachfolgekonzept hilft Ihnen dabei, Ihr Vermögen zu sichern und Streitigkeiten innerhalb Ihrer Familie bereits im Vorfeld zu vermeiden. Ich entwickle für Sie individuelle Konzepte für die optimale und steueroptimierte Gestaltung Ihrer Nachfolge. 

An erster Stelle sollte ein Check Ihres Status Quo und die Gestaltung bzw. Überprüfung eines auf Ihre Bedürfnisse zugeschnittenen Testaments stehen.

Weitere Beratungsschwerpunkte sind u. a.:

  • Vorrausschauende Liquiditätsplanung (wichtig u.a. für sofort fällige Pflichtteils- und Erbausgleichsansprüche bzw. die Erfüllung von Vermächtnissen und der Erbschaftsteuer)
  • Familienrechtliche Gestaltungsmaßnahmen (Güterstandsvereinbarung, nichteheliche Lebensgemeinschaft etc.)
  • Auseinandersetzung von Erbengemeinschaften
  • Vermögensübertragungen zu Lebzeiten (vorweggenommene Erbfolge)
  • Abwehr und Durchsetzung von Pflichtteilsansprüchen
  • Nachfolgegestaltung bei behinderten oder bedürftigen Angehörigen (zur Vermeidung von Zugriffen des Sozialhilfeträgers)
  • (internationale) Nachlassabwicklung und Testamentsvollstreckung
  • Vertretung vor Gericht (z. B. Erbscheinsverfahren)

Bei Auslandsvermögen ist darüber hinaus auch noch die seit 17.08.2015 in Kraft getretene EU-Erbrechtsverordnung zu beachten (s. hierzu meinen Blog).

Zur Unternehmensnachfolge in Familienunternehmen habe ich zusammen mit weiteren Spezialisten das Buch:

"Nachfolgeratgeber Familienunternehmen - Ein integrierter Leitfaden für die Praxis" 

verfasst (Herausgeber: F.A.Z.-Institut für Management, ISBN13:978-3-89981-915-1)

Vorsorgeplanung und Patientenverfügung

Vorsorgemaßnahmen sind wichtiger denn je. Ein tragischer Unfall wie bei Michael Schumacher oder eine plötzliche schwere Krankheit können jeden von uns unabhängig vom Alter aus heiterem Himmel treffen und unser gewohntes Leben augenblicklich verändern. Wer regelt Ihre Angelegenheiten, wenn Sie es nicht mehr können? Ehegatten, eingetragene Lebenspartner, Kinder oder nahe Verwandte sind nicht automatisch vertretungsbefugt. Überlassen Sie wichtige Entscheidungen über Ihr Leben daher nicht dem Zufall und schieben Sie sie nicht auf! Ohne Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung wird zwingend ein Betreuer bestellt. Auch ein Formular oder ein Vordruck kommt da schnell an seine Grenzen. Dann ist guter Rat teuer. Nichts ist wertvoller als das eigene Leben.

Gehen Sie deshalb kein Risiko ein: Treffen Sie bereits in gesunden Tagen Vorsorge

Hierzu benötigen Sie:

  • Vorsorgevollmacht, gegebenenfalls mit konkreter Ausrichtung auf den Unternehmer: Mit ihr treffen Sie eigenständig die Entscheidung, wer sich in einer Notsituation (Geschäftsunfähigkeit) um Ihre Angelegenheiten (Vermögen + persönliche Sorge) kümmern soll. Der Unternehmer benötigt darüber hinaus noch speziell auf seine Situation zugeschnittene Maßnahmen wie eine Handlungsanweisung, Stimmrechtsvollmacht, etc.
  • Familienrechtliche Verfügungen (Sorgerechtsverfügung, Güterstandsvereinbarung, Ehevertrag, Vereinbarung innerhalb einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft etc.)
  • Betreuungsverfügung: Mit ihr legen Sie fest, wer Sie in einer Notsituation betreuen darf und wie die Betreuung geführt werden soll.
  • Patientenverfügung: Mit ihr teilen Sie für den Fall Ihrer Entscheidungsunfähigkeit im Voraus Ihre Vorstellungen und Wünsche bei Krankheit mit und geben konkrete Anweisungen, welche medizinischen Behandlungen Sie wünschen. Damit wahren Sie Ihr Selbstbestimmungsrecht, schaffen Verbindlichkeit und geben eine wesentliche Entscheidungshilfe für Familie und Arzt.
  • Abstimmung mit dem Gesellschaftsvertrag (2. Geschäftsführer, Prokura, Geschäftsordnung etc.)
  • Erstellung eines "Notfallordners"

Beachten sollten Sie hierbei auch die richtige Form und einen sinnvollen Aufbewahrungsort. Die Vorsorgevollmacht/Patientenverfügung sollten Sie in das von der Bundesnotarkammer geführte Vorsorgeregister eintragen lassen; dies übernehme ich gerne für Sie.

Die optimale Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung wird von mir mit ärztlicher Unterstützung entwickelt, um erstklassige rechtliche und fundierte medizinische Regelungen zu vereinen. 

Nach einer aktuellen Entscheidung des Bundesgerichtshofs (BGH, Beschluss vom 6.7.2016, XII ZB 61/16) muss in der Patientenverfügung der Sterbewille klar zum Ausdruck kommen, d. h. es müssen die einzelnen medizinischen Maßnahmen, die im Krankheitsfall nicht gewünscht sind sowie die gesundheitlichen Voraussetzungen und die konkreten Behandlungssituationen, unter denen keine lebenserhaltenden Maßnahmen durchgeführt werden sollen, möglichst konkret benannt sein. Aber auch frühere Äußerungen im Verwandten- und Bekanntenkreis, ethische und religiöse Überzeugungen sowie sonstige Wertvorstellungen müssen einbezogen werden. Daher erhalten Sie von mir auch kein Formular oder formaljuristisches Dokument, das in der Praxis unbrauchbar ist. 

"Viele Vordrucke zu Patientenverfügungen sind unbrauchbar" (Dt. Ärzteblatt 2013, Heft 46, A2188)

Durch kompetente Beratung werde ich alle Ihre Fragen beantworten. Dadurch erhalten Sie ein klares Verständnis für eine optimale Gestaltung Ihrer Vorsorge.

Sollten Sie noch Fragen haben, dann schreiben Sie mich an, ich helfe Ihnen gerne weiter. Oder Sie nutzen die günstige Erstberatungspauschale für 190 EUR zzgl. MwSt.