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Mitglied Deutsche Vereinigung für Erbrecht und Vermögensnachfolge (DVEV)

Erbrecht und Vermögens-/Unternehmensnachfolge

Eine rechtzeitige und individuelle Vorsorgeplanung sowie das richtige Nachfolgekonzept hilft Ihnen dabei, Ihr Vermögen zu sichern und Streitigkeiten innerhalb Ihrer Familie (und ggf. Mitgesellschaftern) bereits im Vorfeld zu vermeiden

Nach einem ersten Check Ihres Status Quo (Vermögen, Familie, Unternehmen, vorhandene Verträge, letztwillige Verfügungen etc.) entwickle ich für Sie ein individuelles Konzept für die optimale und steueroptimierte Gestaltung Ihrer Nachfolge.  

Meine Beratungsschwerpunkte sind u. a.:

  • Testamentsgestaltung
  • steueroptimierte Gestaltungsalternativen-z.B. Gründung einer gemeinnützigen Stiftung auf den Todesfall
  • Testamentsvollstreckung und (internationale) Nachlassabwicklung unter Beachtung der am 17.08.2015 in Kraft getretenen EU-Erbrechtsverordnung.
  • Vorrausschauende Liquiditätsplanung (wichtig für sofort fällige Pflichtteils- und Erbausgleichsansprüche bzw. die Erfüllung von Vermächtnissen und der Erbschaftsteuer)
  • Familienrechtliche Gestaltungsmaßnahmen (Güterstandsvereinbarung, nichteheliche Lebensgemeinschaft etc.)
  • Auseinandersetzung von Erbengemeinschaften
  • Vermögensübertragungen zu Lebzeiten (vorweggenommene Erbfolge)
  • Abwehr und Durchsetzung von Pflichtteilsansprüchen
  • Nachfolgegestaltung bei behinderten / bedürftigen Angehörigen (Zugriffe des Sozialhilfeträgers vermeiden)
  • Vertretung vor Gericht (z. B. Erbscheinsverfahren, Klage gegen Testamentsvollstrecker)

Zur Unternehmensnachfolge in Familienunternehmen habe ich mit weiteren Spezialisten das Buch: "Nachfolgeratgeber Familienunternehmen - Ein integrierter Leitfaden für die Praxis" verfasst (Herausgeber: F.A.Z.-Institut für Management, ISBN13:978-3-89981-915-1) 

 

Testamentsvollstreckung

Eine sorgfältige Nachlassplanung setzt nicht nur eine ordnungsgemäß und formwirksam errichtete letztwillige Verfügung voraus, sondern auch die Umsetzung des letzten Willens nach dem Erbfall. Nach dem Tod kann nicht verhindert werden, dass der letzte Wille des Erblassers von den Erben schlecht umgesetzt oder sogar gänzlich missachtet wird. Hier kann die Einsetzung eines Testamentsvollstreckers als verlängerter Arm des Erblassers helfen. 

Als Treuhänder und Inhaber eines privaten Amtes ist der Testamentsvollstrecker ausschließlich dem Erblasserwillen verpflichtet. So kann eine Fehlverteilung des Nachlasses verhindert werden: Zum einen können die Erben über den Nachlass nicht verfügen, da dieses Recht für die Dauer der Testamentsvollstreckung ausschließlich dem Testamentsvollstrecker zusteht. Zum anderen ist während der Testamentsvollstreckung zum Schutz der Erben zugleich den Gläubigern der Zugriff auf den Nachlass nicht gestattet.

Dringend zu empfehlen ist die Anordnung einer Testamentsvollstreckung unter anderem in folgenden Fällen:

  • Die Erben sind noch minderjährig.
  • Es sind Erbstreitigkeiten zu befürchten; gerade in einer Erbengemeinschaft ist dies bei der Auseinandersetzung des Nachlasses leider oftmals nicht auszuschließen. 
  • Das Testament enthält Vermächtnisse, Auflagen und/oder Bedingungen, deren Überwachung oder Erfüllung gewährleistet werden soll.
  • Der Erbe ist verschuldet und möglichen Zugriffen von Gläubigern ausgesetzt.
  • Einer der Erben ist behindert. In einem sog. Behindertentestament soll der Zugriff Dritter, insbesondere des Sozialhilfeträgers, verhindert werden.
  • Der Nachlass, z. B. ein Unternehmen oder umfangreiches Immobilienvermögen, soll über längere Zeit als Einheit zusammengehalten und fortgeführt werden.
  • Ein größerer Nachlass soll in eine zu gründende (gemeinnützige) Stiftung übertragen werden. 

Testamentsvollstreckung ist Vertrauenssache und verlangt hohe fachliche Kompetenz!

Der Erfolg einer Testamentsvollstreckung steht und fällt maßgeblich mit der Person und Qualifikation des Testamentsvollstreckers. Das Amt erfordert neben fachlicher Kompetenz und Erfahrung ein hohes Maß an sozialer Kompetenz, Sorgfalt, Entscheidungs- und Überzeugungskraft. Zudem erfordert die ordnungsgemäße Testamentsvollstreckung in der Regel umfangreiche Rechtskenntnisse, so dass es zu empfehlen ist, einen Rechtsanwalt als Testamentsvollstrecker einzusetzen.

Ich bin durch die Deutsche Vereinigung für Erbrecht und Vermögensnachfolge e.V. (DVEV) zusätzlich ausgebildeter und geprüfter Testamentsvollstrecker (durch ein Testat bescheinigt) und bin in der Liste der Testamentsvollstrecker der DVEV geführt, die allen Nachlaßgerichten in Deutschland vorliegt. 

Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung

Vorsorgemaßnahmen sind wichtiger denn je. Ein tragischer Unfall oder eine plötzliche schwere Krankheit können jeden von uns unabhängig vom Alter aus heiterem Himmel treffen und unser gewohntes Leben augenblicklich verändern. Wer regelt Ihre Angelegenheiten, wenn Sie es nicht mehr können? Ehegatten, eingetragene Lebenspartner, Kinder oder nahe Verwandte sind nicht automatisch vertretungsbefugt. Ohne Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung wird zwingend ein Betreuer bestellt. Auch ein Formular oder ein Vordruck kommt da schnell an seine Grenzen. "Viele Vordrucke zur Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht sind unbrauchbar" (Dt. Ärzteblatt 2013, Heft 46, A2188). 

Nichts ist wertvoller als das eigene Leben. Gehen Sie deshalb kein Risiko ein: Treffen Sie bereits in gesunden Tagen Vorsorge!

Hierzu benötigen Sie:

  • Vorsorgevollmacht, gegebenenfalls mit konkreter Ausrichtung auf den Unternehmer: Mit ihr treffen Sie eigenständig die Entscheidung, wer sich in einer Notsituation (Geschäftsunfähigkeit) um Ihre Angelegenheiten (Vermögen + persönliche Sorge) kümmern soll. Der Unternehmer benötigt darüber hinaus noch speziell auf seine Situation zugeschnittene Maßnahmen (Handlungsanweisung, Stimmrechtsvollmacht, etc.), Abstimmung mit dem Gesellschaftsvertrag
  • Familienrechtliche Verfügungen (Sorgerechtsverfügung, Güterstandsvereinbarung, Ehevertrag, Vereinbarung innerhalb einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft etc.)
  • Betreuungsverfügung: Mit ihr legen Sie fest, wer Sie in einer Notsituation betreuen darf und wie die Betreuung geführt werden soll.
  • Patientenverfügung: Damit teilen Sie im Voraus Ihre Vorstellungen und Wünsche bei Krankheit mit und geben konkrete Anweisungen, welche medizinischen Behandlungen Sie wünschen. Sie wahren Ihr Selbstbestimmungsrecht, schaffen Verbindlichkeit und geben eine wesentliche Entscheidungshilfe für Familie und Arzt. Der Bundesgerichtshof (BGH, Beschluss vom 6.7.2016, XII ZB 61/16) hat entschieden, dass in der Patientenverfügung der Sterbewille klar zum Ausdruck kommen muss, d. h. es müssen die einzelnen medizinischen Maßnahmen, die im Krankheitsfall nicht gewünscht sind sowie die gesundheitlichen Voraussetzungen und die konkreten Behandlungssituationen, unter denen keine lebenserhaltenden Maßnahmen durchgeführt werden sollen, möglichst konkret benannt sein. Daher erhalten Sie von mir auch kein Formular oder formaljuristisches Dokument, das in der Praxis unbrauchbar ist. 
  • Notfallordner, in welchem Sie alle Dokumente zur Vorsorge ablegen.

Durch kompetente Beratung werde ich alle Ihre Fragen beantworten. Dadurch erhalten Sie ein klares Verständnis für eine optimale Gestaltung Ihrer Vorsorge.

Sollten Sie noch Fragen haben, dann schreiben Sie mich an, ich helfe Ihnen gerne weiter. Oder nutzen Sie die günstige Erstberatungspauschale für 190 EUR zzgl. MwSt.